Die Lostöpfe sind seit der Reform vor allem noch Prestige. Jeder bekommt aus jedem Topf zwei Gegner – der VfB kann acht machbare Aufgaben ziehen und Bayern acht Kracher. Wer im September Quoten bewertet, sollte auf den konkreten Spielplan schauen, nicht auf die Topfnummer.

So stehen Bayern, BVB, Leipzig und der VfB in den Töpfen
Die Verteilung ist im Wesentlichen durch. Der FC Bayern steht dank seines UEFA-Koeffizienten fest in Topf 1 – gemeinsam mit Real Madrid, Paris Saint-Germain, Liverpool, Inter Mailand, Manchester City, Arsenal, Barcelona und Atlético Madrid.
Borussia Dortmund hat den Sprung dorthin knapp verpasst und führt stattdessen Topf 2 an, vor der AS Rom, Sporting Lissabon, Aston Villa, dem FC Porto, Manchester United, Club Brügge, Betis Sevilla und PSV Eindhoven. RB Leipzig landet dank früherer Europapokal-Erfolge in Topf 3, neben Feyenoord, Lille, Neapel, Villarreal, Schachtar und Galatasaray. Der VfB Stuttgart ist wie schon vor zwei Jahren in Topf 4 – lässt dort aber immerhin mehr Teams hinter sich als damals.
Damit ist die im Vorfeld kursierende Sorge, ein Bundesligist könne noch „in Topf 2 abrutschen”, vom Tisch. Der BVB ist längst dort. Und wichtiger: Es spielt kaum eine Rolle.
Warum die Töpfe seit der Reform fast egal sind
Seit 2024/25 gibt es keine Gruppenphase mehr, sondern eine große Tabelle mit 36 Teams. Jeder Klub bestreitet acht Partien gegen acht verschiedene Gegner, vier zu Hause, vier auswärts. Und hier liegt der entscheidende Punkt: Jeder bekommt aus jedem der vier Töpfe genau zwei Gegner zugelost.
Bayern kann also theoretisch eine deutlich härtere Vorrunde erwischen als der VfB. Denkbar wären für die deutschen Klubs Namen wie Real Madrid, PSG, Manchester United, die AS Rom, Feyenoord, Galatasaray, Como oder Lens. Verbandsinterne Duelle bleiben ausgeschlossen – deutsch-deutsche Paarungen gibt es in der Ligaphase nicht. Bis zu zwei Gegner dürfen aber aus demselben Land kommen. Ein Bundesligist kann es also durchaus mit zwei Premier-League-Klubs zu tun bekommen.
Am Ende zählt die Tabelle. Plätze eins bis acht ziehen direkt ins Achtelfinale ein, die Ränge neun bis 24 spielen eine Playoff-Runde, alles darunter fliegt raus.
Noch ein Detail für die Einordnung: Die Bundesliga stellt diesmal nur vier Teams. Den fünften Startplatz verpasste sie knapp, die Extra-Plätze gingen an La Liga und die Premier League. Freiburg hätte die Rechnung mit einem Sieg im Europa-League-Finale gegen Aston Villa noch drehen können. Es kam anders.
Sieben Plätze im Teilnehmerfeld sind ohnehin noch offen. Sie werden in den Playoffs am 18./19. und 25./26. August vergeben – das letzte Quali-Spiel steigt einen Tag vor der Auslosung.
Die Ligaphase startet dann vom 8. bis 10. September, verteilt über drei Tage. Sie endet am 27. Januar 2027. Das Finale steigt am 5. Juni 2027 im Estadio Metropolitano in Madrid.