Ein Tor, ein Sieg, ein Viertelfinale. Kolumbien hat Ghana mit 1:0 besiegt und steht zum zweiten Mal in der WM-Geschichte unter den letzten acht Teams der Welt. Es war kein schönes Spiel – aber ein effizientes. Luis Díaz entschied die Partie mit einem Traumtor in der zweiten Halbzeit, Ghana kämpfte bis zum Schluss und hatte durchaus Chancen – doch das Glück war heute auf kolumbianischer Seite.
Ghana tritt mit hängendem Kopf die Heimreise an. Zweimal in Folge schieden die Black Stars in der Runde der letzten 16 aus – das nagt. Kolumbien hingegen darf feiern: eine Mannschaft, die mehr ist als James Rodríguez und Luis Díaz, hat sich ins Viertelfinale gespielt.
Spielerstatistik
| Bruno Guimarães | 14' | |||
| 79' | Erling Haaland (Assist: Andreas Schjelderup) | |||
| Neymar | 90+6' | |||
| Neymar | 90+10' | |||
| 90' | Erling Haaland (Assist: Andreas Schjelderup) |
Spielstatistik
Kolumbien ist das Team, das kaum jemand auf dem Zettel hatte. Luis Díaz macht den Unterschied – dieser Schuss war außergewöhnlich. Ghana hätte verdient gehabt, aber im Fußball zählt das Tor. Kolumbien im Viertelfinale – warum nicht?

Intensive erste Halbzeit ohne Treffer
Ghana begann mutig. Die Black Stars, die sich als physisch starke Mannschaft präsentiert haben, setzten Kolumbien früh unter Druck. In der 18. Minute hatte Jordan Ayew die große Chance zur Führung, doch Vargas im kolumbianischen Tor lenkte den Schuss gerade noch über die Latte. Kolumbien brauchte Zeit, um ins Spiel zu finden – das Pressing Ghanas machte das Kombinationsspiel schwer.
Doch nach 25 Minuten fand Kolumbien den Rhythmus. Cuadrado auf rechts schaltete sich immer wieder ein, James Rodríguez dirigierte das Spiel aus dem Mittelfeld. Zwei gute Chancen blieben ungenutzt: Ein Kopfball von Borré ging drüber, ein Distanzschuss von James landete an der Latte. Das war das Spiel – Chancen auf beiden Seiten, kein Tor.
Luis Díaz entscheidet mit einem Traumtor
62. Minute. Kolumbien bekommt den Ball auf links, Díaz zieht ins Zentrum – und schießt. Der Ball fliegt flach, präzise, unhaltbar in den rechten Winkel. 1:0. Díaz dreht jubelnder ab, die kolumbianischen Fans rasten aus. Es war das Tor des Tages – vielleicht des Turniers bis dahin.
Was folgte, war ein offenes Schlagabtausch. Ghana warf alles nach vorne: Kudus kam gefährlich, Ayew prüfte Vargas zweimal. Kolumbien stand aber gut, verteidigte geduldig und ließ kaum etwas zu. In der 88. Minute hatte Ghana noch einen Freistoß aus 20 Metern – Kudus traf das Außennetz. Das war es.
Ghana enttäuscht – zu wenig für das Niveau
Ghanas größtes Problem war die fehlende Effizienz im Abschluss. Mohammed Kudus, der beim FC Barcelona reift, war zwar präsent und kreativ, aber das letzte entscheidende Zuspiel fehlte oft. Die Black Stars hatten mehr als genug Ballbesitz in der eigenen Hälfte – aber zu wenig Durchschlagskraft im letzten Drittel.
Ghana hat bei dieser WM gezeigt, dass es zu den besten Mannschaften Afrikas gehört. Aber das Viertelfinale bleibt ein Traum – vorerst. Das Team ist jung, Kudus ist erst 24. In vier Jahren könnte das anders aussehen.
Kolumbien – mehr als nur Díaz und James
Die große Überraschung bei Kolumbien ist die Tiefe des Kaders. Sánchez im defensiven Mittelfeld hat ein überragendes Turnier gespielt, Cuadrado auf rechts ist unermüdlich. Und Borré im Sturm ist zuverlässig, auch wenn er heute das Tor nicht traf. Kolumbien ist als Kollektiv stark – und genau das macht sie gefährlich.
Im Viertelfinale wartet nun eine härtere Prüfung. Aber wer Ghana so kontrolliert besiegt, hat das Recht, auch höher zu zielen.
Wetten auf Kolumbien im Viertelfinale
Kolumbiens Quoten für das Viertelfinale sind attraktiv – wer jetzt die besten Anbieter vergleicht, findet interessante Wettmöglichkeiten auf den nächsten großen Überraschungskandidaten.