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Zurück im Oberhaus: Kann Schalke den Wiederabsturz verhindern?

Dennis Buchbauer
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Am 28. August beginnt die Bundesliga-Saison 2026/27 – und zwei Aufsteiger blicken auf dieselbe Liga mit vollkommen verschiedenen Vorzeichen. Schalke 04 kommt als Zweitligameister zurück ins Oberhaus und darf sich keine Wiederholung von 2023 leisten. Die SV Elversberg spielt zum ersten Mal überhaupt erstklassig – in einem Stadion, das die Liga-Mindestvorgaben offiziell nicht erfüllt.

Der Unterschied zu 2022 hat einen Namen: Muslic. Damals verlor Schalke den Aufstiegstrainer und mit ihm die Idee dahinter. Diesmal geht die Mannschaft mit derselben Handschrift in die Liga, in der sie sich beweisen muss. Das ist mehr wert als drei Neuzugänge.

Sportwettenexperte & Autor
Dennis Buchbauer

Schalke: Diesmal bleibt der Aufstiegstrainer

70 Punkte, Platz eins, Meisterschale. Schalke hat die 2. Liga nicht überlebt, sondern beherrscht – seit dem 8. Spieltag durchgehend auf einem Aufstiegsrang, den Aufstieg schon am 32. Spieltag fix. Kenan Karamans Treffer gegen Fortuna Düsseldorf Anfang Mai beendete drei Jahre Zweitklassigkeit.

Und trotzdem hängt über Gelsenkirchen ein Schatten, und der heißt 2022/23. Damals stieg der Klub ebenfalls auf, verlor mit Mike Büskens den Aufstiegstrainer und ging mit Frank Kramer in eine Saison, die mit dem direkten Wiederabstieg endete. Genau dieser Bruch fehlt diesmal: Miron Muslic hat im Zuge des Aufstiegs bis 2028 verlängert. Der Mann, der seine Spieler monatelang mit den Worten „Prinzipien” und „Struktur” traktiert hat, macht weiter.

Wirtschaftlich bleibt es eng. Rund 149 Millionen Euro Schulden drücken weiter, auch wenn Sportvorstand Frank Baumann in einer Medienrunde erklärte, man müsse nun nicht mehr zwangsverkaufen. Auf dem Transfermarkt tat sich lange wenig, ehe Bewegung reinkam: Medienberichten zufolge kommt Nationalspieler Robin Gosens nach Gelsenkirchen, dazu wurde Anfang August die Verlängerung mit Edin Džeko vermeldet, der im Januar ablösefrei aus Florenz gekommen war. Ein Kader mit Bundesliga-Erfahrung sieht anders aus, aber er ist auch nicht mehr der von 2022.

Elversberg: 13.000 Einwohner, 10.000 Plätze, erste Liga

Der zweite Aufsteiger erzählt eine Geschichte, die es in dieser Form im deutschen Fußball nicht noch einmal gibt. Spiesen-Elversberg hat rund 13.000 Einwohner. Der Verein ist der 59. Bundesligist der Geschichte und erst der vierte aus dem Saarland. Drei Jahre nach dem Aufstieg in die 2. Liga steht er im Oberhaus.

Bemerkenswert ist vor allem, wie das gelang. Im Sommer 2025 verlor die SVE Erfolgstrainer Horst Steffen an Werder Bremen und elf Leistungsträger dazu. In der Winterpause ging Top-Torjäger Younes Ebnoutalib, im Frühjahr wechselte Sportvorstand Ole Book nach Dortmund. Vincent Wagner, zuvor bei Hoffenheim II und weitgehend unbekannt, führte den Klub trotzdem in seiner ersten Saison auf Platz zwei – mit 62 Punkten und laut Wagner selbst dem drittkleinsten Etat der Liga.

Die größte Baustelle liegt buchstäblich neben dem Rasen. Die Ursapharm-Arena an der Kaiserlinde fasst rund 10.000 Zuschauer, die Bundesliga schreibt 15.000 vor. Die DFL hat eine Ausnahmegenehmigung bis Frühjahr 2027 erteilt, der Ausbau soll auf 15.500 Plätze führen. Elversberg startet also erstklassig in einer Spielstätte, die formal erst noch erstklassig werden muss.

Wer hat den härteren Start?

Beim Blick auf die ersten Spieltage kippt die Sympathie schnell in Richtung Mitleid. Elversberg empfängt zur Bundesliga-Premiere Bayer Leverkusen, reist danach nach Mönchengladbach und bekommt am 3. Spieltag den FC Bayern an die Kaiserlinde. Drei Spiele, in denen realistisch wenig zu holen ist – und für einen Aufsteiger sind frühe Punkte psychologisch mehr wert als späte.

Schalke hat es auf dem Papier freundlicher: Auswärts in Augsburg am Sonntagabend, dann zu Hause gegen Bayern. Genau darin liegt die Falle. Die Veltins-Arena wird voll und laut sein, die Euphorie nach drei Jahren Warten ist real – und Euphorie hat auf Schalke schon oft eher gedrückt als getragen. Wer den Klassenerhalt will, holt seine Punkte nicht gegen München, sondern in Augsburg, Mainz oder Heidenheim. 2022/23 ging genau das schief.

Der ehrlichste Termin für beide steht am 4. Spieltag im Kalender: Am Wochenende vom 18. bis 20. September empfängt Schalke die SV Elversberg. Zwei Aufsteiger, zwei völlig verschiedene Geschäftsmodelle, ein Sechs-Punkte-Spiel schon im September. Wer da verliert, hat die erste Etappe verpasst.

Dennis Buchbauer

Hi, ich bin Dennis – Experte für Predictive Analytics und Sportwetten. Seit über 10 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Sportwetten und der Frage, wie sich Daten in fundierte Vorhersagen verwandeln lassen. Auf Wette.de bin ich für die Testberichte sowie die Sportwetten-Strategien zuständig. Jeden Wettanbieter teste ich aus echter Spielersicht – ich schaue mir nicht nur die Webseite an, sondern wette tatsächlich selbst. Mein Hintergrund in Consumer Behavior Prediction und Event Forecasting fließt dabei direkt in meine Analysen und Wetttipps ein.