Das war keine Überraschung – aber es schmerzt trotzdem ein bisschen. Österreich, das Märchenteam dieser WM, das erstmals seit 1982 in einer K.o.-Runde stand, trifft auf Spanien und verliert verdient 0:3. Zwei Tore von Mikel Oyarzabal und eines von Pedro Porro – La Roja war einfach eine Klasse zu gut.
Rangnicks Pressing fand gegen Spaniens Ballsicherheit keinen Zugriff. 60 Prozent Ballbesitz für Spanien, kein Raum für österreichische Konter. Oyarzabal traf kurz vor der Pause (36.), Porro per Kopf nach der Pause (66.) und Oyarzabal vollendete in der 89. Minute nach Cucurella-Flanke. Österreich ist raus – aber mit Applaus.
Spielerstatistik
| Mikel Oyarzabal (Assist: Marc Cucurella) |
36' | |||
| Pedro Porro (Assist: Álex Baena) |
66' | |||
| 83' | Stefan Posch | |||
| Mikel Oyarzabal (Assist: Marc Cucurella) |
89' |
Spielstatistik
Spanien hat gezeigt, warum sie Favorit sind. Ballbesitz, Geduld, Qualität auf jeder Position. Österreich hat alles versucht, aber gegen diese Spanier hat Pressing wenig Chancen. Die Quote auf Spanien war berechtigt – und ich sage das als jemand, der heimlich auf Österreich gehofft hat.

Oyarzabal – der Mann des Spiels
Mikel Oyarzabal hatte in der Gruppenphase noch nicht vollständig überzeugt – umso wichtiger war sein Auftritt heute. Zwei Tore, eines kurz vor Pause, eines kurz vor Ende. Der San-Sebastián-Stürmer ist für Spanien das, was Lewandowski für Polen ist: der Mann, der entscheidet, wenn es drauf ankommt. Beim 1:0 nutzte er einen Stellungsfehler der österreichischen Abwehr eiskalt aus, beim 3:0 verwertete er die Flanke von Cucurella fast nachlässig.
Rangnick gegen de la Fuente – Taktik trifft Qualität
Rangnicks Pressing-Philosophie ist brilliant gegen Teams, die nervös werden. Spanien wird nicht nervös. De la Fuentes Mannschaft spielte den Ball ruhig aus dem Pressing heraus, zog Österreich auseinander und schuf Räume. Als Porro in der 66. Minute per Kopf auf 2:0 erhöhte, war das Spiel entschieden. Österreich hatte zwar Phasen, in denen Arnautovic und Co. Druck machten – aber die wirklich gefährlichen Chancen blieben aus.
Ein Turnier zum Stolzsein für Österreich
Österreich verlässt die WM 2026 mit erhobenem Haupt. Erstmals seit 1982 K.o.-Runde, ein spektakuläres 3:3 gegen Algerien, wertvolle Erfahrungen für eine junge Mannschaft. Rangnick hat bewiesen, dass sein System auch gegen Weltklasse-Teams funktioniert – bis zu einem gewissen Grad. Die nächste EM 2028 wird man mit anderen Augen erwarten.
Spanien im Achtelfinale – die Wettquoten
Spanien trifft im Achtelfinale auf Portugal oder Kroatien. Ein Duell der iberischen Halbinsel wäre das Sahnestück – und Spanien geht als Favorit in jeden möglichen Gegner. Wer auf den Titelverteidiger setzt, findet hier die besten Quoten.