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Infantino will XXL-WM: 64 Teams und 128 Spiele im Jahr 2030

Dennis Buchbauer
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64 Mannschaften, 128 Spiele, kein Ende in Sicht: Gianni Infantino will die Weltmeisterschaft 2030 noch einmal aufblasen. Der FIFA-Präsident kündigte im Interview mit dem Schweizer Portal Bluewin an, eine Aufstockung auf 64 Teams von den zuständigen Gremien prüfen zu lassen – nach der WM 2026, versteht sich. Die erste 48er-WM ist noch nicht einmal zu Ende, da plant der Boss schon die nächste Stufe.

Infantino verkauft uns Machtpolitik als Entwicklungshilfe. 64 Teams bedeuten nicht mehr Fußball für die Welt – sondern mehr Stimmen für Gianni und mehr Spiele für die Kasse.

Sportwettenexperte & Autor
Dennis Buchbauer

WM 2030 mit 64 Teams: Infantinos Rechnung aus Träumen und Stimmen

Infantinos Argumentation klingt erst einmal edel. Die 48er-WM in den USA, Mexiko und Kanada sei ein Riesenerfolg, jedes Team habe auf hohem Niveau gespielt, neun von zehn afrikanischen Mannschaften erreichten die K.-o.-Runde. Die WM müsse für die ganze Welt spielbar sein, nicht nur für die Eliten aus Europa und Südamerika. Wer kleinen Ländern die Chance nehme, nehme ihnen den Anreiz, in den eigenen Fußball zu investieren. Überraschungsteams wie Kap Verde liefern ihm dafür die passenden Bilder.

Klingt nach Entwicklungshilfe. Ist aber auch Machtpolitik. Jede zusätzliche Kleinnation im Turnier ist eine dankbare Stimme im FIFA-Kongress – genau das werfen Kritiker und Fanbündnisse dem Verband seit Jahren vor.

Pikantes Detail: Die Idee stammt nicht einmal von Infantino selbst. Der Vorstoß kam im März 2025 aus Südamerika, vom uruguayischen Verbandschef Ignacio Alonso, und wird seither von CONMEBOL-Präsident Alejandro Domínguez getrommelt. Der Hintergrund ist handfest: Die Jubiläums-WM 2030 steigt in Spanien, Portugal und Marokko, Uruguay, Argentinien und Paraguay bekommen bislang nur je ein Eröffnungsspiel. Mit 64 Teams könnten die Südamerikaner plötzlich komplette Vorrundengruppen beherbergen.

Kritik am XXL-Format: “Vulgär und gewöhnlich”

Sportlich hätte der Plan immerhin eine saubere Logik. 16 Vierergruppen, K.-o.-Runde ab dem Sechzehntelfinale, klassischer Turnierbaum. Das leidige Rechnen um die besten Gruppendritten wäre Geschichte. 128 Spiele insgesamt – ein Fest für TV-Sender und Ticketverkäufer.

Genau da setzt der Widerstand an. UEFA-Präsident Aleksander Čeferin lehnte den Vorschlag öffentlich ab, Ghana-Trainer Carlos Queiroz nannte die Aufblähung “vulgär und gewöhnlich”. Fanbündnisse warnen vor der nächsten Kommerzialisierungsstufe und vor Spielern, die für höhere Einnahmen verheizt werden. Und ehrlich: Eine Qualifikation, bei der 64 von gut 200 Nationen durchkommen, ist keine Qualifikation mehr. Die WM lebt von Knappheit. Infantino verhandelt gerade ihren Wert.

Dennis Buchbauer

Hi, ich bin Dennis – Experte für Predictive Analytics und Sportwetten. Seit über 10 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Sportwetten und der Frage, wie sich Daten in fundierte Vorhersagen verwandeln lassen. Auf Wette.de bin ich für die Testberichte sowie die Sportwetten-Strategien zuständig. Jeden Wettanbieter teste ich aus echter Spielersicht – ich schaue mir nicht nur die Webseite an, sondern wette tatsächlich selbst. Mein Hintergrund in Consumer Behavior Prediction und Event Forecasting fließt dabei direkt in meine Analysen und Wetttipps ein.