Vier Duelle, vier Niederlagen, 3:14 Tore – diese Bilanz drückt aufs Selbstvertrauen, egal was Hoeneß in der Kabine sagt. Der VfB braucht am Freitag früh ein Erfolgserlebnis, sonst kippt der Abend wie im Pokalfinale.

Bayern gegen Stuttgart: Vier Duelle, vier Niederlagen
Die DFL hat dem 64. Bundesliga-Jahr eine Paarung mit Geschichte verpasst. Für Stuttgart ist es die falsche. Viermal trafen beide Klubs 2025/26 aufeinander, viermal gewann München: 2:1 im Supercup, 5:0 in Cannstatt, 4:2 in der Allianz Arena, 3:0 im Pokalfinale. Torverhältnis aus VfB-Sicht: 3:14.
Ausgerechnet das 4:2 im April machte die Bayern vorzeitig zum 35. Mal Meister. Und im Berliner Olympiastadion legte Harry Kane Ende Mai einen Dreierpack nach, der dem VfB den Pokal aus der Hand nahm. Zwei Titel, ein Gegner. Wer hier von Angstgegner spricht, untertreibt.
Stuttgarts Lazarett vor dem Bundesliga-Auftakt 2026/27
Sebastian Hoeneß fährt mit halbem Kader nach München. Dennis Seimen, im Sommer zur neuen Nummer eins befördert, verletzte sich in der Vorbereitung an der Oberschenkelrückseite und fällt mindestens bis Ende September aus. Im Tor steht Fabian Bredlow – der Mann, der beim 4:0 im Pokal in Rostock mehrfach retten musste.
Dazu die Langzeitausfälle Dan-Axel Zagadou und Justin Diehl, dazu Assignon, Nartey, Sauer, Jaquez. Chris Führich stand am Montag immerhin wieder auf dem Trainingsplatz. Und dann wäre da die Personalie, die in Stuttgart wirklich zählt: Angelo Stiller besitzt nach kicker-Informationen eine Ausstiegsklausel über 36,5 Millionen Euro. Ermedin Demirović soll sich Medienberichten zufolge mit Galatasaray einig sein. Ruhe sieht anders aus.
Kompanys Bayern haben den ersten Titel schon
München kommt aus einer anderen Woche. 2:1 beim BVB im Franz Beckenbauer Supercup, Tore von Nathaniel Brown und Michael Olise, erster Titel der Saison nach 45 überlegenen Minuten. Brown kostete kolportierte 55 Millionen Euro, Ismael Saibari rund 50. Kompanys Kader ist teurer geworden, nicht unbedingt breiter.
Ein Name fehlt: Jamal Musiala gehört am Freitag laut übereinstimmenden Berichten von kicker, Bild und Sky nicht zum Kader. Der 23-Jährige wird nach gesundheitlichen Problemen behutsam wieder aufgebaut.
Bringt Stuttgart die Arena also zum Beben? Dafür müsste der VfB schaffen, was ihm in vier Anläufen misslang: 90 Minuten mithalten. Der Anfang gelang im April – 21. Minute, Führich, 1:0. Sechzehn Minuten später führte München 3:1.