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Galatasaray legt vor, Stuttgart sagt Nein: Wie teuer wird Demirović?

Dennis Buchbauer
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Beim VfB Stuttgart klingelte am Mittwoch das Telefon aus Istanbul – und die Zahl, die dabei genannt wurde, reichte nicht. Galatasaray hat ein konkretes Angebot für Ermedin Demirović abgegeben, laut übereinstimmenden Berichten etwas mehr als 15 Millionen Euro. Der VfB hat abgelehnt. Zu wenig, heißt es aus Stuttgart, und rechnerisch ist das nachvollziehbar.

Denn der VfB hatte den Angreifer vor zwei Jahren für rund 23 Millionen Euro vom FC Augsburg geholt. Ein Verkauf für 15 Millionen wäre ein Minusgeschäft, das sich in der aktuellen Kaderplanung kaum begründen ließe. Trotzdem ist die Sache damit nicht erledigt: Galatasaray sucht dringend eine Lösung im Sturmzentrum, und Demirović steht ganz oben auf der Liste.

Ein abgelehntes Erstangebot ist im August kein Nein, sondern eine Preisverhandlung. Wer solche Transfers wettet, sollte auf die Signale aus dem Spielerlager achten – die sind meist ehrlicher als die Vereinsstatements.

Sportwettenexperte & Autor
Dennis Buchbauer

15 Millionen sind dem VfB zu wenig – und das mit gutem Grund

Die Ausgangslage ist für Stuttgart komfortabler, als sie auf den ersten Blick wirkt. Demirović hat einen laufenden Vertrag, der VfB steht nicht unter Verkaufsdruck, und die Bundesliga-Saison beginnt in wenigen Tagen. Einen Stürmer, der eingespielt ist und die Liga kennt, kurz vor dem Auftakt für einen Betrag abzugeben, der deutlich unter der eigenen Investition liegt, ergibt sportlich wie wirtschaftlich wenig Sinn.

Dazu kommt das Problem der Nachfolge. Wer im letzten Drittel des Transferfensters einen Neuner verkauft, muss innerhalb weniger Tage Ersatz finden – und zahlt dabei fast zwangsläufig einen Aufschlag. Genau diese Rechnung dürfte in Stuttgart eine größere Rolle spielen als die reine Ablösesumme.

Auf der anderen Seite steht ein Spieler, dem ein langfristiger Vertrag samt Gehaltssteigerung in Aussicht gestellt wurde. Das ist der Hebel, an dem solche Transfers am Ende oft kippen. Wenn ein Champions-League-Teilnehmer ruft und gleichzeitig mehr Geld auf den Tisch legt, wird es für jeden Verein schwierig, dauerhaft dagegenzuhalten.

Warum Galatasaray so drängt

Der türkische Meister hat im Sturmzentrum Handlungsbedarf, und die Zeit läuft. Demirović ist dabei kein Zufallsgriff: Er ist beidfüßig einsetzbar, kann als klassischer Mittelstürmer und als Verbindungsspieler zwischen den Linien agieren, und er hat in der Bundesliga bewiesen, dass er in einem fordernden Umfeld Leistung abruft. Für ein Team, das international bestehen will, ist dieses Profil deutlich wertvoller als reine Torstatistiken.

Ob Galatasaray nachlegt, ist die entscheidende Frage der kommenden Tage. Erfahrungsgemäß bleibt es bei solchen Konstellationen nicht beim ersten Angebot. Ein zweiter Vorstoß im Bereich um 20 Millionen Euro plus Boni würde die Verhandlung in eine andere Phase bringen – und den VfB tatsächlich zum Nachdenken zwingen.

Das Zeitfenster ist überschaubar. In Deutschland schließt der Transfermarkt Ende August, in den anderen großen Ligen Anfang September. Was bis dahin nicht passiert, passiert in diesem Sommer nicht mehr.

Wettblick: Was ein Abgang für Stuttgarts Saisonwetten bedeutet

Für die Quotenlandschaft ist der Fall Demirović relevanter, als die Summe vermuten lässt. Stuttgart wird in den Saisonwetten aktuell im Bereich der Europapokalplätze geführt. Ein Verkauf ohne gleichwertigen Ersatz würde diese Notierungen spürbar lockern – vor allem bei den Wetten auf eine Top-Sechs-Platzierung und bei den Torschützenmärkten.

Interessant sind auch die Spezialwetten rund um den Transfermarkt selbst. Wer hier unterwegs ist, sollte weniger auf Vereinsstatements achten als auf das Verhalten des Spielers: Trainingsteilnahme, Kaderberufungen für die ersten Pflichtspiele, öffentliche Auftritte. Diese Signale sind in der Schlussphase eines Transferfensters deutlich aussagekräftiger als jede offizielle Erklärung.

Solange Demirović in Stuttgart spielt und im Kader steht, bleibt die Lage stabil. Sollte er dagegen kurzfristig aus der Startelf verschwinden, dürfte das der klarste Hinweis darauf sein, dass sich beide Klubs doch noch angenähert haben. Bis dahin gilt: Der VfB sitzt am längeren Hebel, aber der Hebel wird mit jedem Tag ein Stück kürzer.

Dennis Buchbauer

Hi, ich bin Dennis – Experte für Predictive Analytics und Sportwetten. Seit über 10 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Sportwetten und der Frage, wie sich Daten in fundierte Vorhersagen verwandeln lassen. Auf Wette.de bin ich für die Testberichte sowie die Sportwetten-Strategien zuständig. Jeden Wettanbieter teste ich aus echter Spielersicht – ich schaue mir nicht nur die Webseite an, sondern wette tatsächlich selbst. Mein Hintergrund in Consumer Behavior Prediction und Event Forecasting fließt dabei direkt in meine Analysen und Wetttipps ein.