Der DFB zahlt Nagelsmann fürs Scheitern – und wundert sich dann, warum ihm niemand mehr abnimmt, dass hier noch jemand den Überblick hat.

7 Millionen für den Versager: Der DFB zahlt und zahlt
Ein Ausscheiden im Sechzehntelfinale. Historisch schlecht für eine Fußballnation wie Deutschland. Und trotzdem denkt Nagelsmann nicht daran, freiwillig auf sein Gehalt zu verzichten. Warum auch? Der Vertrag gibt ihm bis 2028 jährlich 7 Millionen Euro – ganz gleich, wie das Turnier läuft. Eine Entlassung würde den finanziell klammen Verband bis zu 14 Millionen Euro kosten. Geld, das der DFB einfach nicht hat. Und trotzdem verbrennt er es, nur um den nächsten gescheiterten Bundestrainer loszuwerden.
Die Reißleinenklausel zieht nicht – ein juristisches Eigentor
Hier wird es richtig peinlich. Die DFB-Juristen bauten eine Klausel, die eigentlich als Notausgang dienen sollte. Formuliert wurde sie auf ein „Vorrunden-Aus”. Nur: Das Turnier läuft inzwischen mit einem neuen Sechzehntelfinale. Das Scheitern dort? Fällt nicht unter die Klausel. Pfusch, wie man ihn selten sieht.
Statt einer sauberen Trennung droht jetzt ein Rechtsstreit vor dem Arbeitsgericht. Nagelsmanns Berater werden diese Lücke gnadenlos ausnutzen – und warum sollten sie auch nicht?
Und das Muster kennt man. Oliver Bierhoff, Hansi Flick – immer dieselbe panische Vertragsverlängerung kurz vor dem Turnier, immer dieselbe Rechnung danach. Gelernt hat der Verband daraus offenbar nichts. Die Basis schreit nach Jürgen Klopp, Mats Hummels seziert öffentlich die Trümmer – und Bernd Neuendorf? Schweigt. Der DFB hat sich selbst schachmatt gesetzt, sportlich wie finanziell.