Als Ancelotti den Namen Neymar bei der Kaderbekanntgabe aussprach, brandete Jubel im Saal auf. Das sagt alles über die Bedeutung dieses Mannes für den brasilianischen Fußball. Neymar ist kein normaler Spieler. Er ist eine Idee. Ein Versprechen. Die Frage ist, ob sein Körper dieses Versprechen noch einlösen kann.
Neymar bei der WM ist entweder das Comeback des Jahres – oder eine Geschichte, die in der Gruppenphase endet. Dazwischen gibt es nichts. Das ist Neymar. Das war immer Neymar.
Drei Jahre Pause – und doch wieder dabei
Im Oktober 2023 zog sich Neymar im WM-Qualifikationsspiel gegen Uruguay einen Kreuzbandriss zu. Danach folgten Monate der Ungewissheit, ein Vereinswechsel von Al-Hilal zurück zu seinem Heimatklub FC Santos – und langsam eine Rückkehr zur Form. Ancelotti hat die Entwicklung beobachtet und entschieden: Neymar fährt mit.
Was Neymar noch kann
Mit 34 Jahren ist Neymar nicht mehr der Spieler, der Verteidiger reihenweise austanzt. Aber er ist immer noch gefährlich. Seine Technik ist einzigartig, sein Spielverständnis Weltklasse. In einem Turnier, wo ein einzelner Moment ein Spiel entscheiden kann, ist Neymar genau der Typ, der diesen Moment erzeugt.
Brasilien hat mehr als nur Neymar
Vinicius Jr., Rodrygo, Endrick – Brasilien ist kein Team, das auf einen Spieler angewiesen ist. Neymar ist das i-Tüpfelchen, nicht die Grundlage. Das macht seine Nominierung smart: Wenn er fit ist und liefert, ist Brasilien kaum zu stoppen.
Brasiliens Titelchancen
Die letzte WM-Trophy liegt seit 2002 zurück. Ancelotti hat das Team defensiv stabiler gemacht, ohne die brasilianische Leichtigkeit zu opfern. Mit Neymar im Kader trägt dieses Versprechen ein bekanntes Gesicht. Ob das reicht, zeigt die WM.