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Smog-Drama vor dem WM-Finale: Fällt das Endspiel ins Wasser?

Dennis Buchbauer
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Orangefarbener Dunst über Manhattan, beißender Geruch in der Luft, ein Warnhinweis nach dem anderen. Zwei Tage vor dem WM-Finale in New York und New Jersey kämpft die Region gegen Rauch aus Kanada und eine brutale Hitzewelle. Die Behörden stufen die Luft offiziell als „ungesund” ein. Und plötzlich steht eine Frage im Raum, die vor Wochen absurd geklungen hätte: Kann dieses Endspiel am Sonntag überhaupt normal über die Bühne gehen?

Ein WM-Finale bei Luft, vor der die eigenen Behörden ausdrücklich warnen? Da entscheidet am Sonntag der Wind mehr als jeder Trainer.

Sportwettenexperte & Autor
Dennis Buchbauer

New York erstickt – zwei Tage vor dem größten Spiel

Der Rauch kommt von über 800 Waldbränden in Kanada. Er zieht seit Tagen über den Nordosten der USA, legt sich als graugelber Schleier über die Skyline und drückt den Luftqualitätsindex stellenweise in den Bereich „sehr ungesund”. Dazu Code Red: New York meldet eine Hitze-Notlage mit gefühlten Temperaturen jenseits der 40 Grad. Gouverneure und Bürgermeister verteilen Masken und raten den Menschen, draußen kürzerzutreten.

Der Sport spürt das längst. In Chicago verlegten die Veranstalter das MLS-Duell zwischen Fire und Vancouver – Robert Lewandowskis Liga-Debüt fällt damit vorerst aus, verschoben auf Oktober. In New York musste eine Partie im Yankee Stadium alle 15 Minuten Trinkpausen einlegen, damit die Spielerinnen überhaupt durchkamen. In Toronto sagten die Organisatoren ein Fan-Fest ab. Kleinigkeiten? Vielleicht. Aber sie zeigen, wie dünn die Luft gerade wirklich ist.

Fällt das Finale ins Wasser? Was die Prognose sagt

Die gute Nachricht zuerst. Meteorologen erwarten für Samstag eine Kaltfront und kräftigen Regen, dazu am Sonntagmorgen frischen Wind. Beides soll den Großteil des Rauchs aus der Luft waschen. Zum Anpfiff um 15 Uhr Ortszeit rechnen die Prognosen mit rund 29 Grad und teils sonnigem Himmel. Klingt machbar.

Trotzdem bleibt ein Restrisiko, und das liegt an der Bühne selbst. Das MetLife Stadium ist ein offener Bau – kein Dach, keine Klimaanlage. Spanien, Argentinien und 80.000 Fans bekommen ab, was der Himmel liefert. Und ausgerechnet die FIFA hat für den Fall „Rauch” keine sauberen Notfallregeln. Für Blitz, Hitze und Regen gibt es Protokolle. Für dichten Waldbrand-Qualm? Fehlanzeige.

Verschoben wird bislang nichts. Ein WM-Finale kippt man nicht mal eben um zwei Tage – die Verträge stehen, die Reisepläne auch. Es läuft also auf ein Zittern hinaus. Nicht ums Ergebnis. Um den Wind.

Dennis Buchbauer

Hi, ich bin Dennis – Experte für Predictive Analytics und Sportwetten. Seit über 10 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Sportwetten und der Frage, wie sich Daten in fundierte Vorhersagen verwandeln lassen. Auf Wette.de bin ich für die Testberichte sowie die Sportwetten-Strategien zuständig. Jeden Wettanbieter teste ich aus echter Spielersicht – ich schaue mir nicht nur die Webseite an, sondern wette tatsächlich selbst. Mein Hintergrund in Consumer Behavior Prediction und Event Forecasting fließt dabei direkt in meine Analysen und Wetttipps ein.