Historisch gesehen war Real Madrid die Heimat des spanischen Nationalteams. Casillas, Ramos, Xabi Alonso, Hierro – die Legenden des spanischen Fußballs trugen fast immer das weiße Trikot. Jetzt, bei der WM 2026, ist das anders. Kein Real-Spieler für Spanien. Zum allerersten Mal.
Spanien ohne Real-Madrid-Spieler ist wie Bayern München ohne Bundesliga-Titel – statistisch möglich, gefühlt falsch. Aber Spanien ist trotzdem der Favorit. Das zeigt, wie stark dieser Kader wirklich ist.
Warum fehlt Real Madrid?
Die Antwort ist einfacher als die Frage: Die Real-Spieler, die für Spanien infrage kämen, sind verletzt, in schlechter Form oder wurden nicht nominiert. Fermín López fehlt verletzt. Andere Kandidaten haben ihre Chance nicht genutzt. Was bleibt, ist ein Kader, der stärker auf Barcelona und englische Klubs setzt als je zuvor.
Yamal, Pedri, Rodri: Spaniens neue Achse
Lamine Yamal ist 18 Jahre alt und bereits einer der besten Spieler der Welt. Pedri ist der Taktgeber. Rodri ist der Anker. Diese drei Spieler sind das Herzstück von Spaniens WM – und keiner trägt das weiße Trikot von Real Madrid.
Ist das ein Problem?
Kurz gesagt: Nein. Spanien ist Weltranglistenerster, amtierender Europameister und hat den tiefsten Kader nach Frankreich. Kein Real-Madrid-Spieler dabei – das ist eine Fußnote für Statistiker, irrelevant für das Turnier. Was es zeigt: Der spanische Fußball ist breiter aufgestellt als je zuvor. Das ist keine Schwäche. Das ist Stärke.