Das SoFi Stadium in Inglewood war voll. 70.000 Menschen mit amerikanischen Flaggen, Fangeshängen und der Überzeugung, dass das ihr Turnier wird. Und Paraguay? War vor allem damit beschäftigt, das Spiel irgendwie zu überstehen. Was nicht gelang.
4:1 gegen Paraguay – das ist nicht überraschend, das ist das Minimum. Was mich überrascht hat: Die USA haben es gut gemacht. Balogun ist ein Goalgetter, Reyna macht seinen Job, und dieses Team hat Heimvorteil als echten Faktor, nicht nur als Werbephrase. Ich sage: Die USA kommen weiter als erwartet. Mal sehen, wie weit das reicht.
Das Eigentor als Eröffnung
Sieben Minuten. So lang brauchten die USA, um in Führung zu gehen – und sie brauchten dafür nicht einmal Pulisic oder Balogun. Paraguays Defender Bobadilla lenkte den Ball ins eigene Netz. Ein Eigentor als Eröffnung des ersten US-Gruppenspiels: Symbolischer als jede Hollywood-Choreografie.
Danach lief es. Balogun, der bei Monaco schon in der Ligasaison regelmäßig traf, zeigte warum er der Neunte für das US-Team ist. 31. Minute: 2:0. 45.+5: 3:0 zur Pause. Die USA gingen mit komfortablem Vorsprung in die Kabine – Paraguay mit dem Gefühl, früh aus dem Turnier zu fliegen.
Paraguay – Ehrentor, sonst wenig
Mauricio in der 73. Minute sorgte für das 3:1. Der Anschlusstrefìer eines Teams, das längst wusste: Das Weiterkommen wird anderswo entschieden. Paraguay spielte ohne seine Schlüsselspieler in Höchstform, und gegen eine US-Mannschaft in diesem Zustand reichte das nicht aus. In der Nachspielzeit setzte Reyna mit dem 4:1 den endgültigen Schlusspunkt.
Was das für das Turnier bedeutet
Die USA stehen in Gruppe D oben. Drei Punkte, Tabellenführung. Paraguay muss gegen Bolivien und dann gegen die Türkei entscheiden, ob es noch reicht. Die Antwort lautet wahrscheinlich: knapp nicht. Für die USA geht es weiter – und der nächste Gegner wird beachten müssen, dass dieses Team in diesem Stadion, vor diesem Publikum, nicht unterschätzt werden darf.