MetLife Stadium, New Jersey, über 80.000 Zuschauer, über 30 Grad. Und das vielleicht beste Spiel des WM-Turniers bis heute – weil Marokko gut ist, weil Brasilien nicht unantastbar ist, und weil Vinicius Junior immer noch der einzige Spieler auf dem Platz war, der das Spiel allein entscheiden konnte.
Brasilien und Marokko, 1:1 – das war richtig guter Fußball. Aber ich sage: Brasilien hat Glück gehabt. Marokko hätte gewinnen können, und wäre das gerecht gewesen? Ja. Die Seleção ist kein Titelkandidat, der Spiele dominiert. Die sind ein Team, das auf Einzelmomente wartet. Das reicht gegen Marokko. Gegen Spanien oder Argentinien? Wir werden sehen.
Saibari überrascht Brasilien früh
Marokko führte nach 21 Minuten. Saibari, hervorragend bedient von Brahim Diaz, schoss die Nordafrikaner in Führung. Das Stadion war fassungslos – Brasilien in Rückstand, Marokko jubelt vor 80.000 Zuschauern in New York. Das war der Moment, in dem das Turnier seinen ersten echten Aufreger hatte.
Vinicius Junior – dann wie immer
Elf Minuten später, 32. Minute: Vinicius Junior. Bruno Guimarães spielte den Pass, Vinicius traf. Weil er das kann. Weil er das immer macht. Und weil es für Brasilien genug war – zumindest fürs Unentschieden. Die Seleção hatte danach die Möglichkeiten, das Spiel zu gewinnen. Marokko auch. Keiner nutzte sie.
1:1 – und das ist fair
Das Remis ist gerecht. Marokko ist nicht überraschend gut – die sind einfach gut. Afrika-Meister, WM-Halbfinalist 2022, taktisch besser organisiert als viele europäische Teams. Brasilien hat Klasse im Angriff und Fragen in der Defensive. Das 1:1 reflektiert das treffend. Gruppe C bleibt offen – Schottland führt mit drei Punkten, Brasilien und Marokko mit je einem.