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Deutschland 7:1 Curaçao: Buchbauer – Galastart der DFB-Elf, Havertz mit Doppelpack, Musiala unbezähmbar

Dennis Buchbauer
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Deutschland 7:1 Curaçao – Sieben Tore in Houston, Havertz mit Doppelpack, Musiala unbezähmbar, Nmecha eröffnet das Torfestival. Das war keine Pflichtübung. Das war das Versprechen eines Teams, das bei dieser WM mehr will.

Es gibt Spiele, die man nicht erklären muss – die man einfach genießen soll. Deutschland gegen Curaçao, 14. Juni 2026, NRG Stadium Houston: 7:1. Drei zu eins zur Halbzeit. Und eine deutsche Mannschaft, die an diesem Abend aussah wie das Team, das Julian Nagelsmann in den letzten zwei Jahren geformt hat – nicht wie das Team, das bei früheren Turnieren zu früh aufgehört hat.

7:1 gegen Curaçao – ja, es war Curaçao. Aber ich sage trotzdem: So schlägt man schwächere Gegner, wenn man ein Turnier gewinnen will. Nicht 2:0 mit hängendem Kopf in der Nachspielzeit, sondern sieben Tore, voller Einsatz bis zur 88. Minute, und Spaß beim Fußball. Diese deutsche Mannschaft macht Freude. Ob das gegen die Slowakei und Serbien auch so bleibt, werden wir sehen. Aber heute war das Versprechen da – und das ist mehr, als ich erwartet hatte.

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Nmecha eröffnet – Minute 6

Sechs Minuten. So lange dauerte es, bis Deutschland den ersten Treffer erzielte. Felix Nmecha, der im Mittelfeld oft das Pressing verkörpert und Räume öffnet, traf in der sechsten Minute zum 1:0. Ein frühes Zeichen: Deutschland wollte nicht warten. Curaçao stand tief, versuchte Struktur zu halten – aber gegen das Pressing-System von Nagelsmann war das auf Dauer nicht durchzuhalten.

Nmecha ist einer dieser Spieler, die in der Nationalmannschaft oft unterschätzt werden. Kein Musiala, kein Wirtz – aber jemand, der die Räume öffnet, der die Pressingintensität aufrecht erhält, der das Mittelfeld verbindet. Und der heute Abend das erste WM-Tor Deutschlands erzielt hat. Manche Karrieren haben Momente. Das war einer davon.

Curaçao trifft – erstes WM-Tor der Geschichte

Dann passierte etwas, das kein Skript vorgesehen hatte: Curaçao traf. Livano Comenencia, 21. Minute, 1:1. Das erste WM-Tor der Geschichte dieser Karibikinsel. Für einen kurzen Moment war das NRG Stadium in Houston still – nicht weil es erschreckend war, sondern weil es überraschend war. Curaçao, das kleinste Land nach Einwohnerzahl in der WM-Geschichte, hatte Deutschland ausgeglichen.

Man muss das ernst nehmen. Nicht als taktische Warnung für Deutschland – das Spiel war immer noch klar – sondern als Moment der Anerkennung. Für die Spieler Curaçaos, die wissen, dass ihre Karrieren nach diesem Turnier vielleicht nicht auf den großen Bühnen enden werden. Für ein Volk, das in diesem Moment jubelte. Das ist Fußball. Und das macht Weltmeisterschaften aus.

Schlotterbeck und Havertz schließen die erste Halbzeit ab

38. Minute: Nico Schlotterbeck, der in der BVB-Saison seine konstanteste Leistung gezeigt hatte, köpfte nach einer Standardsituation zum 2:1. Deutschland wieder vorne – und diesmal ließ die Mannschaft den Faden nicht fallen. Schlotterbeck ist in der Abwehr der ruhigere Pol neben Tah. Beide miteinander eingespielt, beide in Form. Das ist eine Innenverteidigung, die gegen stärkere Gegner standhalten kann.

Fünf Minuten Nachspielzeit, 45.+5: Kai Havertz verwandelte einen Foulelfmeter eiskalt. 3:1 zur Pause. Havertz, der bei Arsenal in der Saison 2025/26 endlich die Konstanz gefunden hat, die man von ihm immer erwartet hatte, trat als Kapitän auf – ruhig, fokussiert, ohne Hektik. Das ist ein anderer Havertz als noch vor zwei Jahren. Reifer. Entscheidender.

Musiala in der zweiten Halbzeit – die Klasse-Demonstration

46. Minute. Die zweite Halbzeit war 60 Sekunden alt. Jamal Musiala traf zum 4:1. Und wenn man dieses Tor sah – die Bewegung, die Ballkontrolle, die Ruhe vor dem Abschluss – dann verstand man, warum Musiala in diesem Turnier der entscheidende Faktor für das DFB-Team ist. Mit 22 Jahren spielt er, als hätte er noch zehn WM-Turniere vor sich. Vielleicht hat er das sogar.

Musiala und Wirtz bilden zusammen etwas, das der Bundesliga in den letzten Jahren selten begegnet ist: zwei Spieler auf Weltklasse-Niveau, gleichzeitig im Nationalteam, im richtigen Alter, unter dem richtigen Trainer. Nagelsmann lässt sie spielen. Er bremst sie nicht, er fordert sie nicht in defensive Strukturen, er gibt ihnen Freiheit. Und sie nutzen diese Freiheit. Heute Abend hat Musiala gezeigt, warum er zu den besten Spielern dieses Turniers gehören kann.

Brown und Undav – die Joker legen nach

68. Minute: Nathaniel Brown – Verteidiger, aber mit dem Drang nach vorne – traf zum 5:1. Das zeigt, was an diesem Abend passierte: Curaçao konnte nichts mehr entgegensetzen. Jeder Spieler Deutschlands, der sich eine Chance erarbeitete, hatte die mentale Freiheit, sie zu nutzen. Selbst Abwehrspieler wurden zu Torschützen.

78. Minute: Deniz Undav, eingewechselt als Joker, traf zum 6:1. Undav hatte in der Bundesliga eine starke Saison gespielt – schnell, torgefährlich, aktiv im Pressing – und nutzte seine Minuten auf der großen Bühne. Das ist das Zeichen einer Mannschaftstiefe: Wenn die Joker gleich treffen, hat Nagelsmann gute Arbeit geleistet.

Havertz macht das Siebte – Doppelpack für den Kapitän

88. Minute: Kai Havertz nochmals. 7:1 für Deutschland. Sein zweiter Treffer des Abends. Havertz mit Doppelpack im ersten WM-Spiel – das ist kein Zufall, das ist Klasse. Körperlich präsent, technisch sicher, in den richtigen Momenten am Ball. Als Kapitän, der vorangeht und Verantwortung übernimmt. Genau so soll das aussehen.

Was bedeutet das 7:1 für das Turnier?

Curaçao war der schwächste Gegner der Gruppe. Das muss man sagen – und das schränkt die Aussagekraft ein. Die Slowakei und Serbien sind andere Kaliber. Organisierter, erfahrener, mit WM-Reife. Das ist die Lektion jedes Großturniers: Man kann nur den Gegner schlagen, der vor einem steht. Und Deutschland hat ihn geschlagen – deutlich, motiviert, mit sieben Toren und einer Spielfreude, die man in den letzten Jahren nicht immer gesehen hat.

Julian Nagelsmann hat in zwei Jahren eine Mannschaft gebaut, die Spaß am Fußball hat. Die Pressing spielt und Angriffsfußball. Die Musiala und Wirtz nicht bremst, sondern befreit. Heute hatten wir sechs verschiedene Torschützen. Sechs Spieler, die ein Statement gesetzt haben: Ich bin bereit, ich bin hier, ich will mehr.

Buchbauers Fazit: Deutschland als echter Titelkandidat?

Spanien und Argentinien sind eine Klasse für sich – das stimmt. Aber Deutschland hat heute etwas gezeigt, das Favoriten manchmal fehlt: Freude. Die Mannschaft hat nicht verwaltet. Sie hat gespielt. Sie hat gejagt, auch beim 6:1 noch das siebte Tor gesucht. Das ist Mentalität.

Wenn diese Energie in den Spielen gegen die Slowakei und Serbien übertragen wird – und dann in der K.o.-Phase – dann ist ein Finale nicht utopisch. Das sage ich nicht weil ich Sentimentalität mit Analyse verwechsle. Das sage ich, weil ich das Spiel heute Abend gesehen habe. Und weil 7:1 kein Zufall ist. Das war Absicht. Das war der Plan. Und der Plan hat funktioniert.

Dennis Buchbauer

Hi, ich bin Dennis – Experte für Predictive Analytics und Sportwetten. Seit über 10 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Sportwetten und der Frage, wie sich Daten in fundierte Vorhersagen verwandeln lassen. Auf Wette.de bin ich für die Testberichte sowie die Sportwetten-Strategien zuständig. Jeden Wettanbieter teste ich aus echter Spielersicht – ich schaue mir nicht nur die Webseite an, sondern wette tatsächlich selbst. Mein Hintergrund in Consumer Behavior Prediction und Event Forecasting fließt dabei direkt in meine Analysen und Wetttipps ein.