Videobeweise beim Fußball und die Bedeutung für Wetten

Der Videobeweis beim Fußball wurde erstmals in der Saison 2017/2018 in der 1. Bundesliga eingeführt. Seit der Saison 2019/2020 ist der Videoassistent nun auch in der 2. Bundesliga ständig im Einsatz. Der neue Videobeweis schließt unter anderem die Torlinientechnologie mit ein, die bereits schon seit 2012 besteht. Damit ist die Überwachung der Torlinie per Kamera oder Chip im Fußball gemeint.

Bei der regelmäßigen Beobachtung von Spielen, live im Stadion und im Fernsehen, muss man aus unserer Sicht sagen, dass der Videobeweis die traditionellen Fußballspiele doch verändert hat. Diese Veränderungen sollten Sie natürlich auch bei Ihren online Sportwetten und Livewetten berücksichtigen. Die Gefahr eines Elfmeters durch Einbeziehung der Fußball-Videoassistenten ist heute wesentlich höher, als es noch vor ein paar Jahren der Fall war. Ganz ähnlich ist das natürlich auch bei Roten Karten oder Torentscheidungen. Unter Fußball-Experten und den Fans war die Einführung des Videobeweises oft sehr umstritten. Trotzdem hat der DFB die Videoassistenten durchgesetzt, die nun bei allen Liga- und DFB-Pokalspielen als „drittes Auge“ der Schiedsrichter im Einsatz sind.

VAR Videoassistent Videoschiedsrichter
Bild: imago images / Michael Weber

Was genau machen die Videoassistenten bei Fußballspielen?

Allgemein gesehen wurde der Fußball-Videobeweis geschaffen, um für faire Spielbedingungen ohne Fehlentscheidungen zu sorgen. Außerhalb des Spielfelds wird der sogenannte Video Assistant Referee (VAR) zur Überwachung des Fußballspiels eingesetzt.

Am Spielfeld-Rand steht die sogenannte Review-Area mit einem Video-Monitor, beispielsweise, wenn der Schiedsrichter selbst einen Blick auf relevante Aufzeichnungen werfen will. Die eigentlichen Video Assistenten arbeiten zentral im Video-Assist-Center (VAC) in Köln und sind per Funk mit dem Schiedsrichter auf dem Platz verbunden. In der VAC-Zentrale beobachtet ein Video-Assistent mithilfe modernster Technik bis zu 10 Fußballspiele gleichzeitig und schaltet auf Wunsch die Reviews auf dem Monitor am Spielfeld-Rand frei.

Sofern der Schiedsrichter die Unterstützung durch einen Videoassistenten benötigt, gibt er dazu ein Handzeichen in Form eines Rechtecks. Relevante Spielszenen werden dann vom Video Assistant Referee anhand von Aufzeichnungen des Spiels ganz genau begutachtet. Die Ergebnisse des Fußball Videobeweises gibt der VAR an den Schiedsrichter weiter, der dann eine endgültige Entscheidung trifft. Alternativ kann der Schiedsrichter auch selbst einen Blick auf den Monitor des VAR am Spielfeldrand werfen.

Der Videobeweis beim Fußball geht immer vom Schiedsrichter auf dem Platz aus und das nur auf Abruf. Das heißt der Schiedsrichter trifft seine Entscheidung nicht laufend in Abstimmung mit dem Video Assistant Referee. Insgesamt gibt es 5 wesentliche Szenarien, bei denen der Videoassistent miteinbezogen werden kann.

Das sind Urteile zu:

  • Toren
  • Handspiel bei Toren und Torchancen
  • Elfmeter/Strafstoß
  • Rote Karte
  • Verwechselung von Fußballspielern (bei Gelben, Roten und Gelb/Roten Karten)

Der Einsatz des Videobeweis ist nur auf die genannten Urteile beschränkt, bei denen es Wahrnehmungsfehler geben kann, die eine Fehlentscheidung begünstigen. Ob der Videobeweis genutzt wird, bestimmt nur der Schiedsrichter auf dem Platz und nicht die Spieler oder Trainer. Gelegentlich entscheidet sich ein Schiedsrichter auf massiven Protest der Spieler zu einem Videobeweis. Er muss es wie gesagt aber nicht.

Videobeweis bei Tor-Entscheidungen

Die Entscheidung ein Tor zu geben oder nicht löst oft Entrüstung unter den Spielern, Trainern und Fans aus. Für Entscheidungen rund um das Überschreiten der Torlinie kommt daher seit 2012 eine Torlinientechnik zum Einsatz, die entweder auf einer Torkamera oder einem Chip im Ball basiert. Die ursprüngliche Torlinientechnik wurde durch den Videobeweis noch weiter verbessert. Mithilfe des Fußball-Videoassistenten kann weiterführend ganz genau hingeschaut werden, wie ein Tor zu Stande kam. Im Vordergrund stehen dabei natürlich Regelverstöße, die zum Nichtgeben eines Tores führen.

Regelverstöße vor anschließendem Tor:

  • Abseitsstellungen
  • Ball vorher im Seiten- oder Tor-Aus
  • Handspiel
  • Stürmer-Foul (z. B. Aufstützen auf Gegenspieler)
  • Spieler im passiven Abseits behindert den Torwart

Die beiden letzten Regelverstöße beim Fußball sind stark von der Interpretation des Schiedsrichters abhängig. In den meisten Fällen begibt er sich daher selbst zum Spielfeldrand, um sich den Videobeweis anzuschauen.

Videobeweis bei Elfmetern

Ein Strafstoß bzw. Elfmeter kann ganz entscheidend für den Ausgang eines Fußballspiels sein. In der Vergangenheit hat es von den Schiedsrichtern oft Fehlentscheidungen dazu gegeben. Mit dem Videobeweis bei Elfmetern soll dem vorgebeugt werden.

Das wohl typischste Szenario zur Entscheidung, ob ein Elfmeter zu geben ist oder nicht, ist wohl, ob ein Foul innerhalb oder außerhalb des Strafraums stattgefunden hat. Oft sind dabei nur wenige Zentimeter entscheidend, die vom Auge des Schiedsrichters nicht richtig erblickt werden können. In diesem Fall kommt dann der Videobeweis zum Einsatz. Weiterführend kann mithilfe des Videoassistenten geprüft werden, ob sich vor dem Foul im Strafraum eine Abseitssituation ergeben hat oder ob der Ball vor dem Zuspiel im Seiten- oder Tor-Aus war. Ganz ähnlich verläuft das natürlich auch beim Handspiel.

Geprüft wird bei Elfmeter-Entscheidungen:

  • Innerhalb/Außerhalb des Strafraums
  • Vorangegangene Abseitsstellung
  • Ob der Ball vor Zuspiel an gefoulte Spieler im Aus war
  • Beabsichtigtes/unbeabsichtigtes Handspiel

Heutzutage werden beim Fußball wesentlich mehr Elfmeter gegeben, als es früher der Fall war. Der Videobeweis für Elfmeter hat die Fußballspiele verändert und bietet den Spielern auch Raum für absichtliche Manipulationen. Zu einem müssen Abwehrspieler deutlich vorsichtiger agieren, was das typische Kampfspiel beim Fußball behindert. Zum anderen besteht die Gefahr, dass Spieler den Gegner absichtlich anschießen, um einen Strafstoß zu erhalten. Das geschieht etwa durch Lupfen des Balls auf Hand und Arm oder durch gezieltes meist auch festeres Anschießen. Dieses Handspiel ist per Videobeweis natürlich sichtbar. Allerdings ist es für die Schiedsrichter auch mithilfe schwierig zu entscheiden, ob denn nun eine klare Absicht vorliegt oder nicht. Die Spieler können so auf eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters spekulieren.

Videobeweis für Rote Karten

Nicht selten werden Rote Karten zu Unrecht vergeben oder es werden Fouls von Spielern übersehen. Da ein Platzverweis wesentlichen Einfluss auf ein Fußballspiel haben kann, besonders in der frühen Spielphase, besteht die Möglichkeit mit dem Videobeweis für Rote Karten ganz genau hinzuschauen. Dabei sind verschiedene Szenarien auf dem Spielfeld denkbar.

Typische Szenarien für Platzverweise:

  • Wiederholte Foulspiele
  • Schwere Foulspiele, die den Leib der Spieler gefährden
  • Absichtliche Fouls – zum Beispiel um sich zu rächen
  • Absichtliches Handspiel zum Verhindern eines Tores
  • Notbremse von Torhütern
  • Offensichtliche Tätlichkeiten an und unter Spielern

Der Schiedsrichter kann zur Entscheidungsfindung beim Videoassistenten per Funk nachfragen oder sich selbst zum Spielfeldrand begeben, um den Videobeweis einzusehen. Die meisten Schiedsrichter bevorzugen die zweite Möglichkeit, wenn sie sich nicht zu 100 % sicher sind. Der Videobeweis bindet den Schiedsrichter allerdings nicht fest an eine Entscheidung. Er kann nach eigenem Ermessungsspielraum auf eine Rote Karte entscheiden oder nicht. Im Gegensatz zum Glauben vieler Fans kann einer des Platzes verwiesener Spieler oder der Trainer des Teams, keinen Videobeweis anfordern. Beispielsweise um seine Unschuld zu beweisen.

Videobeweis für Verwechselung von Fußballspielern

Der Videobeweis für die Verwechselung von Fußballspielern ist für Gelbe, Rote und Gelb/Rote Karten gedacht. Im Tumult von Spielern, z.B. während oder nach eines Fouls, kommt es gelegentlich vor, dass ein falscher Fußballspieler mit einer Karte bestraft wird. In diesem Fall weisen die Videoassistenten den Schiedsrichter auf seinen Fehler hin. Der Hinweis der VAR führt zu einer direkten Entscheidung auf dem Platz, ohne dass der Schiedsrichter dies nach eigenem Ermessen entscheiden darf (wie bei den anderen Videobeweisformen). Damit nimmt der Videobeweis für die Verwechselung von Spielern eine Sonderstellung ein.

Wer sind die Video-Assistenten?

Der Video-Assistent für Fußball ist kein Ausbildungsberuf oder ähnliches. Jede Person, die in der VAC-Zentrale in Köln eingesetzt wird, hat einen professionellen Fußball-Hintergrund. Das ist auch wichtig, um die notwendige Fachkompetenz bei Entscheidungen zu sichern. Die Video-Assistenz wird ausschließlich durch Schiedsrichter geleistet.

Derzeit sind rund 31 Video-Assistenten in der Bundesliga im Einsatz. Dazu gehören Erstliga-Schiedsrichter des DFB, die Zweitliga-Schiedsrichter Florian Badstübner, Timo Gerach, Dr. Matthias Jöllenbeck, Tobias Reichel und Sven Waschitzki sowie Günter Perl der aufgrund seines Alters die Karriere auf dem Fußballplatz beendet hat. Die Video-Assistenten (VAR) kommen in der ersten und zweiten Bundesliga zum Einsatz.

Des Weiteren stehen den offiziellen Video-Assistenten natürlich noch eigene Assistenten zur Verfügung, die kurz AVA genannt werden. Die AVAs setzen sich aus ehemaligen Bundesliga-Schiedsrichter-Assistenten sowie ehemaligen und aktiven Schiedsrichtern der 3. Liga zusammen. In der 1. Bundesliga hat jeder Video-Assistent (VAR) 2 Assistent-Video-Assistenten in der 2. Bundeliga nur einen. Die AVAs haben die Aufgabe relevante Szenen und Perspektiven möglichst schnell für die VARs zusammenzustellen, sodass der Schiedsrichter auf dem Fußballplatz so rasch wie möglich seine Entscheidung treffen kann.

Je nach Liga stehen den Video-Assistenten zwischen 7 bis 21 Kameras zur Verfügung, wobei in der ersten Bundesliga meist 19 bis 21 Kameras eingesetzt werden. So ist eine fortlaufende Beobachtung der Spielereignisse sichergestellt, um bei klaren und offensichtlichen Fehlentscheidungen oder ausstehenden endgültigen Entscheidungen rasch notwendige Informationen liefern zu können.

Auf den Punkt gebracht, welche Vor- und Nachteile haben Videobeweise?

Die Frage, wie wirkt sich der Videobeweis auf den nationalen und internationalen Fußball aus, stellen sich sicher viele Wettfreunde beim Tippen. Wir haben uns einmal die Mühe gemacht grundsätzliche Vor- und Nachteile von Video-Assistenten zusammenzustellen.

Vorteile

  • Mehr Fairness bei Fußballspielen
  • Gerechtfertigte Entscheidungen fokussieren
  • Reduzierung von Schiedsrichter-Fehlentscheidungen
  • Weniger Fouls durch Abwehrspieler
  • Schwalben und tatsächliche Fouls können identifiziert werden
  • Bewertung von Platzverweisen
  • Eindeutige Torentscheidungen
  • Weniger Anfeindungen den Schiedsrichtern gegenüber
  • Mehr Tore, zum Beispiel durch Strafstöße

Nachteile

  • Zeitverlust und Zeitverschiebungen
  • Wird nicht in allen strittigen Situationen zu Rate gezogen
  • Schiedsrichter haben weiterhin Ermessungsspielraum
  • Theoretische Manipulationen durch Spieler möglich
  • Manipulation durch Video-Assistenten zugunsten eines Teams
  • Kampfspiel geht verloren
  • Mehr spielentscheidende Elfmeter
  • Technische Probleme
  • Dem traditionellen Fußballspiel geht die Seele verloren

Einfluss auf Ihre Sportwetten und Livewetten

Der Videobeweis für Fußball hat auf die Risiken beim Wetten natürlich seinen Einfluss. Das betrifft insbesondere zum Beispiel Wettmärkte, die Gelbe/Rote Karten und Elfmeter berücksichtigen. Die Anzahl durch Schiedsrichter vergebener Elfmeter aufgrund von Regelverstößen ist im Vergleich zur Vergangenheit bei Fußballspielen deutlich gestiegen. Das liegt vor allem daran, dass häufiger protestiert wird.

Viele Schiedsrichter veranlassen auch auf Protest der Spieler und Zuschauer hin einen Videobeweis, um sich bei ihren Entscheidungen darauf zu stützen. Das führt zu wesentlich häufigeren Protesten von Spielern. Ein Phänomen ist, dass ein Foul oder Handspiel des Gegners selbst möglichst unauffällig provoziert wird und das viel mehr als früher. Danach folgt in der Regel ein heftiger Protest, sodass ggf. der Videobeweis zu Rate gezogen wird. Nicht selten sprechen Spieler diese Vorgehensweise miteinander ab – natürlich nicht durch Worte, sondern durch Gesten oder bestimmte Zeichen. In der Vergangenheit hat der Schiedsrichter bei solchen Vorfällen sofort eine maßgebliche Entscheidung getroffen. Heute wird der Videobeweis zusätzlich zur Auffassung des Schiedsrichters zu Rate gezogen, der natürlich das provozierte Foul oder Handspiel als Beweis anzeigt. Je mehr die Spieler protestieren, desto mehr Vorteile können sie für sich herausschlagen, wenn der Videobeweis zum Einsatz kommt. Häufiger kommt es bei Fußballspielen vor, dass in der Konstellation ein Elfmeter gepfiffen wird, der spielentscheidend ist. Das gilt besonders für internationale Wettbewerbe, wie die WM und EM 2021.

Abgesehen von den Manipulationen verlängert sich auch die Spielzeit, wenn die Video-Assistenten zum Einsatz kommen. In der Regel ist das mehrfach pro Fußballspiel der Fall, sodass sich das deutlich in der Nachspielzeit widerspiegeln kann. Viele Online Buchmacher berücksichtigen bei den Fußballwetten jedoch nur die reguläre Spielzeit von genau 90. Minuten und nicht die Nachspielzeit. Das Spielgeschehen und erzielte Tore können sich verschieben, sodass Sie durch die übermäßige Nachspielzeit Ihre Tipps verlieren. Angenommen in der 89. Minute ereignet sich ein Foul im Strafraum und der Videobeweis inkl. Protesten von Spielern und Diskussionen mit den Video-Assistenten dauert 1 Minute. Dann wird der Elfmeter außerhalb der regulären Spielzeit gewertet. Und wie Sie sicherlich auch aus eigener Erfahrung wissen, fallen oft Tore in den letzten Minuten oder in der Nachspielzeit. In der Beziehung hat der Videobeweis nicht nur Einfluss auf Wetten innerhalb der regulären Spielzeit, sondern auch auf Wetten für Tore und Ereignisse in Zeitabschnitten. Letzteres kann besonders bei den Fußball Wetten seine Effekte zeigen.

Auf Elfmeter tippen als Wettstrategie

Da durch den Videobeweis je nach Wettbewerb häufiger Elfmeter gegeben werden als früher, lohnt es sich Strafstöße in Ihre Wettstrategie einzubeziehen. Während der WM 2018 wurden rund 24 Elfmeter mithilfe des Videobeweises vergeben. Das entspricht dem Durchschnitt von einem Elfmeter in 2 Spielen. In den internationalen Ligen und Pokalen (inkl. unterer Spielklassen) ist die Gesamtanzahl an Strafstößen ebenfalls angestiegen.

Nachstehend ein paar lukrative Elfmeter-Wetten, die von den Online Buchmachern angeboten werden. Die verfügbaren Märkte weichen natürlich von Sportwetten Anbieter zu Anbieter ab.

  • Elfmeter Schützen
  • Elfmeter Top-Schützen der Liga (Langzeit)
  • Gegebener Strafstoß wird verwandelt/nicht verwandelt
  • Wird ein Elfmeter im Spiel vergeben?
  • Anzahl Elfmeter im Spiel
  • Über/Unter Elfmeter gesamte Spielzeit
  • Spielentscheidender Elfmeter
  • In welchem Zeitabschnitt fällt ein Elfmeter
  • Findet ein Elfmeterschießen statt? (z. B. bei Euro 2020)
  • Ergebnis Elfmeterschießen gerade/ungerade
  • Über/Unter Anzahl Elfmeter
  • Über/Unter Anzahl verschossene Elfmeter
  • Team X verschießt X Elfmeter
  • Spieler X schießt einen Elfmeter und trifft

Mit Fortschrift der Fußball-Europameisterschaft 2020 werden sicherlich mehr Elfmeterwetten angeboten, als zu Zeiten der deutschen Ligen. Das wird besonders mit dem Start des Achtelfinales der Fall sein. Einige der Märkte für Elfmeter, die wir Ihnen empfohlen haben, sind für Sportwetten im Pre-Match Bereich als auch die Fußball-Livewetten gut geeignet. In der Regel bietet Ihnen der Wettmarkt „Wird ein Elfmeter im Spiel vergeben“ ja/nein die geringsten Quoten. Die besten Wettquoten bei Strafstößen erhalten Sie bei genauen Vorhersagen.

Spielgeschehen und Wetten beobachten ist wichtiger denn je!

Wenn Sie mehrere Wetten auf das gleiche Fußballspiel laufen haben, kann es ganz entscheidend für den Ausgang Ihrer Wetten sein das Spiel und den Fortschritt Ihrer Online Wetten mitzuverfolgen. Denn eine Entscheidung über Videobeweis kann sich natürlich auf verschiedene Wettmärkte gleichzeitig auswirken, die Sie mit Fußballwetten bedacht haben.

Das birgt zum Beispiel im Bereich der Livewetten Potenzial für neue Tipps – wenn Sie den Videobeweis einmal positiv sehen. Andererseits kann sich der Videobeweis natürlich auch negativ auswirken, sodass ggf. der ganze Wettschein gefährdet ist. In letztem Fall warten Sie gemessen an der restlichen Spielzeit entweder weiter geduldig ab, ob sich das Spiel zum Positiven für Sie wendet, oder Sie veranlassen notfalls ein Cashout.

Weiterführend können Sie sich im Bereich der Livewetten die Zeit vom Spielereignis bis zum Video-Entscheid zu Nutze machen. Dafür müssen Sie nur sehr schnell sein und Ihre Entscheidungen in 10 bis spätestens in 30 Sekunden treffen. Einige Online Buchmacher haben diesen Vorteil beim Wetten mit Videobeweis schon erkannt. Das heißt je nach Sportwettenanbieter setzen die Wettangebote bis zum Video-Entscheid eine kurze Zeit lang aus. Der Zeitraum des Videoentscheids kann sich auch auf Ihre Cashout-Quoten auswirken. Wird zum Beispiel über einen Elfmeter per Videobeweis zu Ihren Ungunsten entschieden, können Sie während der Entscheidungszeit noch schnell auscashen. In der Regel haben Sie dann noch bessere Quote, als wenn der Elfmeter gegen Ihr Team schon gefallen ist.

Zeitabschnittswetten, die durch Videobeweis beeinflusst werden

Bei den Fußballwetten auf bestimmte Zeitabschnitte geben die Online Buchmacher meist Quoten für vordefinierte Zeiträume aus. Dazu gibt es die regulären Zeitabschnittswetten für Tore und Ereignisse (zum Beispiel Karten) und die Puls Wetten. Bei Letzteren werden drei Zeitabschnitte angeboten, die in drei weitere Zeiträume unterteilt werden. Je näher Sie bei den Pulse Wetten dem Ende eines Zeitraums im definierten Zeitabschnitt kommen, desto mehr Wettgewinn lässt sich einstreichen.

Sofern Sie Tipps auf das Ende von Zeiträumen abgeben, sollten Sie natürlich berücksichtigen, dass ein Videobeweis ggf. Verzögerungen zu Ihrem Nachteil verursachen kann. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die Entscheidung zu einem Elfmeter noch aussteht, also das Tor noch nicht gefallen ist. Das eigentliche Elfmeter Tor kann dann außerhalb des Wettzeitraums liegen, sodass Sie Ihren Tipp verlieren. Alle Tore, die in einem bestimmten Zeitraum schon gefallen sind aber nachträglich noch auf Tor oder nicht durch einen Videobeweis geprüft werden, sind selbstverständlich dann gültig, wann sie gefallen sind.

Unser Rat wäre daher bei Zeitabschnittswetten etwas mehr Vorsicht walten lassen – besonders bei Wetten gegen Ende der Zeit. Denn bei fast allen Zeitabschnittswetten kann Ihnen der Fußball-Videobeweis dazwischenfunken.

Fazit

Aus unserer Sicht beeinflusst der Videobeweis zwar den traditionellen Fußball, allerdings können Spieler, Mannschaften und Trainer wesentliche Vorteile daraus ziehen. Der Fußball-Videobeweis ist eine sehr gute Ergänzung zum regulären Fußballregelwerk und sorgt für faire Spielbedingungen auf dem Platz. Die Zeiten derber Fehlentscheidungen von Schiedsrichtern, die Deutschland zum Beispiel beim legendären Wembley Tor 1966 den Weltmeistertitel gekostet haben, sind damit so gut wie ausgeschlossen.

Des Weiteren spielen im Hintergrund natürlich auch gesundheitliche Aspekte beim Videobeweis im Fußball eine Rolle. Beispielsweise, wenn es um Verletzungen von Spielern durch Fouls geht. Zu nennen wäre hier das Abwehrverhalten von Feldspielern, die nicht mehr nur noch vom Schiedsrichter und seinen Assistenten, sondern auch von den Video-Assistenten zusätzlich beobachtet werden. Die Aufzeichnungen werden übrigens nicht nur für Spielentscheidungen berücksichtigt, sondern auch bei Versicherungsansprüchen.

In der Welt der Sportwetten und Livewetten haben die Videobeweise besonders Einflüsse auf Elfmeter, Tore und Gelbe/Rote Karten. Da der Videobeweis Zeit erfordert, kann es zudem bei Zeitabschnittswetten zu Verzögerungen kommen, die Einfluss auf Ihre Tipps haben. Im Großen und Ganzen ist der Einfluss der Videobeweise auf Online Wetten nicht als sehr gering, aber als geringfügig zu bewerten und stark vom Wettmarkt abhängig. Des Weiteren können Sie Zeitverzögerungen bei Videobeweisen als Lücke nutzen, um schnell auf Wetten reagieren zu können.

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