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„Manipuliertes Spiel”: Ägypten wittert Verschwörung nach WM-Aus gegen Argentinien

Dennis Buchbauer
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Ägypten führte im WM-Achtelfinale 2026 gegen Argentinien 2:0 – und flog nach einer irren Schlussphase mit 2:3 raus. Doch statt Trauerarbeit liefert Kairo Kampfansagen: Nationaltrainer Hossam Hassan spricht von einem manipulierten Spiel, der Verband hat bei der FIFA offiziell Protest eingereicht und fordert den Turnier-Ausschluss von Schiedsrichter François Letexier.

Der Zieher an Fathy war kein Elfmeter, auch wenn sich darüber diskutieren lässt. Aber wer eine 2:0-Führung in einer Viertelstunde hergibt, sollte erst in die eigene Kabine schauen, bevor er die große FIFA-Verschwörung ausruft.

Sportwettenexperte & Autor
Dennis Buchbauer

Aberkanntes Tor, verwehrter Elfmeter: Die Szenen, um die es geht

Zwei Szenen aus Atlanta beschäftigen jetzt die FIFA. Erstens: Der Treffer von Mostafa Ziko in der 58. Minute, der das 2:0 bedeutet hätte, wurde nach VAR-Check zurückgenommen. Ex-Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich hielt diese Entscheidung für regelkonform. Zweitens – und hier wird es heikel: Unmittelbar vor dem Siegtor von Enzo Fernández (90.+2) zog Alexis Mac Allister den Ägypter Hamdy Fathy im Strafraum am Trikot. Kein Pfiff, kein VAR-Check. Ittrich war bei MagentaTV deutlich: Für ihn ein klarer Strafstoß. Auch Ex-Referee Manuel Gräfe stellte beide Entscheidungen öffentlich infrage.

Ziko hatte das reguläre 2:0 in der 67. Minute nachgelegt, nachdem Yasser Ibrahim (15.) früh getroffen hatte. Dann drehten Cristian Romero (79.), Lionel Messi (83.) und Fernández das Spiel. Fünfzehn Minuten, drei Gegentore. Das ist die andere Wahrheit dieses Abends.

Hassans Verschwörungsthese – und ihre Lücke

Hassan legte nach dem Abpfiff los, als gäbe es kein Morgen. “Vielleicht wollte man den Weltmeister im Wettbewerb behalten”, sagte er, es gehe der FIFA nur ums Geld, man wolle Messi im Turnier halten. Ein manipuliertes Spiel, die ganze Welt habe es gesehen. Verbandspräsident Hany Abo Rida machte daraus einen formellen Protest: Untersuchung des Schiedsrichtergespanns, Ausschluss Letexiers vom restlichen Turnier, der Vorwurf lautet auf “doppelte Maßstäbe”.

Nur: Wer Messi per Drehbuch schützen will, lässt ihn vermutlich nicht in der 21. Minute einen Elfmeter verschießen – bereits seinen zweiten Fehlschuss vom Punkt in diesem Turnier. Berechtigte Einzelkritik und Komplott-These sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Hassan mischte munter weiter: “Wer ein Spiel für 12:00 Uhr ansetzt, hat nie selbst Fußball gespielt”, schimpfte er über die Mittagsansetzung. Beim Punkt Anstoßzeiten dürften ihm allerdings viele Trainer dieser WM recht geben.

Spuckattacke und Boykott: Die Eskalation nach Abpfiff

Nach dem Schlusspfiff kippte die Stimmung endgültig. Als argentinische Fans nahe des Spielertunnels eine Israel-Flagge zeigten, rastete Hassan aus – Videos in den sozialen Medien zeigen, wie er die Anhänger anbrüllt und ausspuckt. Der Trainer, der den Sieg gegen Australien noch mit einer Palästina-Flagge auf dem Rasen gefeiert hatte, empfand die Aktion offenkundig als gezielte Provokation. Sein Schlusswort: Er werde kein einziges Spiel dieser WM mehr anschauen. Sein persönlicher Protest. Argentinien spielt derweil einfach weiter – im Viertelfinale, mit Messi.

 

Dennis Buchbauer

Hi, ich bin Dennis – Experte für Predictive Analytics und Sportwetten. Seit über 10 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Sportwetten und der Frage, wie sich Daten in fundierte Vorhersagen verwandeln lassen. Auf Wette.de bin ich für die Testberichte sowie die Sportwetten-Strategien zuständig. Jeden Wettanbieter teste ich aus echter Spielersicht – ich schaue mir nicht nur die Webseite an, sondern wette tatsächlich selbst. Mein Hintergrund in Consumer Behavior Prediction und Event Forecasting fließt dabei direkt in meine Analysen und Wetttipps ein.